Berkersheimer Schule gewinnt Deutschen eTwinning Preis

Kultusminister Lorz gratuliert zur Auszeichnung

Mit ihrem Online-Partnerschaftsprojekt „A dragon travels around the world“ hat eine der Hessischen Europaschulen, die Berkersheimer Schule in Frankfurt am Main, den Deutschen eTwinning-Preis gewonnen. Die Jury zeichnete die Frankfurter mit dem 2. Platz in der Altersklasse 4 bis 11 Jahre aus. Die Schule erhält hierfür ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. „Das ist ein toller Erfolg für die Berkersheimer Schule, zu dem ich der Schulleitung, dem Projektteam und vor allem den beteiligten Schülerinnen und Schülern ganz herzlich gratuliere“, sagte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

Mit dem Projekt „A dragon travels around the world“ zwischen einer deutschen und einer englischen Klasse tauschten sich die Kinder über Traditionen und Gebräuche ihres Landes sowie über ihren Schulalltag aus. Die Grundschulkinder aus Frankfurt konnten auf diese Weise ihre ersten Fremdsprachenkenntnisse in Englisch erproben. Das Projekt wurde fächerübergreifend in den Fächern Englisch und Sachunterricht in englischer Sprache durchgeführt. Dabei wurden zwei Stofftierdrachen in das jeweils andere Land auf Reisen geschickt und nahmen dort am Unterricht der Partnerklasse teil. Mithilfe der umherreisenden Projektmaskottchen tauschten sich die Kinder über bedrohte Tierarten aus und stellten hierzu länderübergreifend gemeinsame Recherchen auf der Internetplattform eTwinning der EU an.

Die Berkersheimer Grundschule überzeugte die Jury insbesondere, weil sie mit einem  pädagogisch innovativen Konzept beispielhaft verdeutlicht hat, wie Internetprojekte in jedem Schulfach und für jede Altersgruppe möglich sind.

Der Deutsche eTwinning-Preis 2015 ist an insgesamt zehn Schulen aus sechs Bundesländern für ihre europäische Zusammenarbeit verliehen worden. Die prämierten Schulen haben gemeinsam mit Partnerschulen beispielhafte Internetprojekte auf die Beine gestellt und damit Europa ins Klassenzimmer geholt. „Ich bin davon überzeugt, dass Empathie für die Idee eines geeinten Europas vor allem dann entsteht, wenn diese Idee durch Austausche an den Schulen erfahrbar wird. Projekte wie Erasmus+ schaffen Vertrauen; sie belegen, dass uns in Europa mehr eint, als uns trennt.“, erklärte der Kultusminister. „Das eTwinning-Projekt fördert darüber hinaus den Umgang mit digitalen Medien sowie ein besseres interkulturelles Verständnis“, sagte Lorz. Die Preise waren am Freitag von der Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Senatorin für Kinder und Bildung des Landes Bremen, Dr. Claudia Bogedan auf der Bildungsmesse DIDACTA in Köln überreicht worden.


Hintergrund:

Die Auszeichnung erfolgte in drei Alterskategorien sowie einer Spezialkategorie. Drei erfahrene Jurorinnen haben die Projekte begutachtet: Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan (Lehrstuhl Grundschulpädagogik und -didaktik der LMU München), Prof. Dr. Nicola Würffel (Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs (TU Kaiserslautern). Bei der Auswahl der nominierten Projekte legte die Jury vor allem Wert auf eine ausgeprägte Kooperation zwischen den Partnerklassen, den kreativen Einsatz von Medien sowie pädagogisch innovative Konzepte im Unterricht. Mit der Auszeichnung ist ein Geldpreis von jeweils 2.000 Euro für den ersten Platz, 1.500 Euro für die jeweils Zweitplatzierten sowie jeweils 1.000 Euro für den dritten Platz verbunden. Außerdem wurde ein Spezialpreis zum Thema „Migration – Integration: Schule gestaltet Vielfalt“ vergeben.

eTwinning ist Teil des EU-Programms Erasmus+ und unterstützt die Zusammenarbeit von Schulen in Europa über das Internet. Europaweit sind derzeit über 150.000 Schulen bei eTwinning angemeldet. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte tauschen sich auf der geschützten eTwinning-Plattform zu selbstgewählten Themen aus. Die Nationale Koordinierungsstelle für eTwinning in Deutschland ist beim Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz angesiedelt.

 

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