Religionsunterricht

die Schülerinnen und Schüler dürfen ihre Erfahrungen und Gebete einbringen.

  1. Gemeinsamkeiten gestärkt und Unterschieden Rechnung getragen, vertieftes Bewusstsein der eigenen Konfession geschaffen und authentische Begegnungen mit der anderen Konfession ermöglicht werden

 

Im ersten Schuljahr legen wir den Schwerpunkt darauf, Gemeinsamkeiten zu finden und zu fördern. Dabei werden wir vor allem die Zugehörigkeit zur christlichen Kirche und deren Bekenntnis/Glaube berücksichtigen. Mit dem zweiten Schuljahr wenden wir uns ebenso den Unterschieden zu. Neben gegenseitigen Besuchen der Kirchen- und Kirchenvertretern, sind Besuche der Kirchenhäuser möglich. Darauf aufbauend können Themen besprochen werden, die das Profil der eigenen Konfession verdeutlichen und eine Identifikation mit dieser ermöglichen; z.B. Kommunion, Heilige, Engel und Martin Luther. Daraus ergeben sich fakultative Themen für die einzelnen Jahrgänge:

  1. Klasse: Wir haben einen Glauben – Gemeinsamkeiten finden und stärken
  2. Klasse: Wir gehen in verschiedene Kirchen: evangelisch – katholisch (Besuch der Kirchen, Öffnung des Unterrichts für andere Personen)
  3. Klasse: a) Kommunionkindern Raum zum Erzählen geben(Erfahrungsaustausch),

            b) Heilige sowie katholische Feiertage besprechen
4.  Klasse: Martin Luther

Zudem sind wir bestrebt bestehende Rituale anderer Kolleginnen fortzuführen und Elemente des jeweiligen konfessionellen Unterrichts aufzunehmen und miteinander zu verzahnen.

  1. ökumenische Offenheit der Kirchen erfahrbar gemacht wird -

        Langfristig möchten wir die Schülerinnen und Schüler befähigen, dass sie sich ausgehend von einer christlich-konfessionellen Identität dem Dialog öffnen.

An unserer Schule ist der Religionsunterricht für alle Schülerinnen und Schüler mit nicht christlicher Religion geöffnet. Wir fördern grundsätzlich einen gegenseitigen Austausch, um den Kindern eine möglichst umfassende Sicht der Welt zu eröffnen. Dabei möchten wir den Kindern helfen, auf die Grundfragen menschlichen Lebens Antworten zu finden. Dabei ist es uns wichtig, die Kinder dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern, Erfahrungen einbringen lassen und ihnen neue Erfahrungen ermöglichen, sodass sie zunehmend für sich religiöse Kompetenzen entwickeln. Die allgemeine Lebenssituation der Kinder, konkrete Anlässe, z.B. Tod eines Angehörigen, Taufe eines Mitschülers wird stets in den Religionsunterricht integriert.

Als Methoden zur Umsetzung nutzen wir:
neben dem Erzählen und kreativen Gestalten von biblischen Geschichten auch Legematerial, Tücher und Naturmaterialien. Nach Möglichkeit wird mit einem Stuhlkreis begonnen mit Singen und/oder gemeinsamen Lesen und Sprechen eines Psalms. Andere Rituale sind gemeinsame Mahlzeiten oder jahreszeitlich bedingte Übungen, z.B. mit Kerzen oder Symbolen.

Deuten, verstehen und einordnen

Jahrgangstufe 1/2

Jahrgangstufe 3/4

Geschichten der Bibel aus Altem und Neuen Testament und andere Glaubenszeug-nisse erschließen und in Bezug zum eigenen Leben setzen

(Inhaltsfeld: Bibel, Gott, Jesus Christus und Kirche)

◘ Die Schüler können biblische Geschichten im Umfeld der damaligen Zeit und Umwelt einordnen und verstehen.

◘ Die Schüler können die biblischen Geschichten in einen zeitlichen Kontext ein-ordnen.

◘ Die Schüler können Gottesvorstellungen zentraler biblischer Personen benennen, deuten und in Bezug auf das eigene Leben setzen.

 

 

◘ Die Schüler können Glaubenszeugnisse berühmter Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart verstehen und mögliche Bezüge zur eigenen Lebenswirklichkeit herstellen.

◘ Die Schüler können Aufbau und Entstehung der Bibel verstehen und darstellen

◘ Die Kindersegnung
Die Weihnachtsgeschichte
Jesu Kindheit + Taufe
Jesus findet Jünger
Bartimäus
Jesus und die Zöllner
Tod + Auferstehung
Abraham
Josef, Mose

 

◘ Abraham: Der Gott, der hält, was er verspricht.
Josef: Der Gott, der aus dem, was Menschen böse meinten, Gutes macht.
Jesus: Der Gott, der uns ein guter Vater ist.

 

◘ Sankt Martin + Nikolaus
Franz von Assisi oder
Elisabeth v. Thüringen

 

◘ Exodus

Königtum in Israel
Saul – David – Salomo
Noah

Die Pfingstgeschichte
Die Himmelfahrt Jesu

 

 

◘ Mose: Jahwe - der Gott, der für uns da ist und uns befreit.
David: Der Gott, der uns Mut macht.

 

 

◘ Martin Luther
Christen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen

 

◘ AT und NT
Bücher der Bibel
Entstehung

Elementare Ausdrucks-formen religiöser Praxis erklären und deuten

(Inhaltsfeld Kirche, Religionen)

◘ Die Schüler können verschiedene Gebetsformen und Gebetshaltungen ein-ordnen, erklären und deuten, sowie eigene Gebete formulieren. 

◘ Die Schüler können religiöse Symbole erkennen und deuten

 

◘ Die Schüler können zentrale religiöse Feste und Bräuche im Kirchenjahr, im Judentum und im Islam beschreiben, erklären und deuten

◘ Gebet
ausgewählte Psalmen
Vater unser

Gebetshaltungen der Christen

 

◘ Weg, Wasser, Licht, Herz, Hand

 

◘ Advent, Weihnachten, Karfreitag, Ostern,
St. Martin, Nikolaus, Erntedank

◘ Gebete
ausgewählte Gebete in Judentum und Islam

Gebetshaltungen der Juden und Muslime

 

◘ Kreuz, Taube, Brot

 

◘ Himmelfahrt, Pfingsten
Reformationstag, Fronleichnam
Pessach - Zuckerfest

Kommunizieren und partizipieren

Jahrgangstufe 1/2

Jahrgangstufe 3/4

Christliche Grundregeln für gelingendes Miteinander nennen und auf konkrete Situationen beziehen

(Inhaltsfeld Bibel
Inhaltsfeld Mensch und Welt)

◘ Die Schüler können christliche Grundregeln, die ihnen  durch biblische Geschichten, Gebote und Glaubenszeugnisse bekannt gemacht wurden, beschreiben und kommunizieren.

◘ Die Schüler können die christlichen Grundregeln in Rollenspielen aufnehmen und so auf konkrete Situationen beziehen.

◘ Barmherziger Samariter:
Hilfeleistung
Vater unser:
dem anderen vergeben können, weil Gott auch uns vergibt

◘ Barmherziger Samariter
Zachäus:
ursprüngliche und moderne Fassung

◘ Die goldene Regel
10 Gebote:
Wahrhaftigkeit, keine Verleumdung, Respekt, Treue und Verlässlichkeit, Großzügigkeit

 

◘ Rollenspiele zur goldenen Regel und den 10 Geboten

Elementare christliche Wertvorstellungen nachvoll-ziehen und Formen des verantwortlichen Handelns daraus ableiten

(Inhaltsfeld Kirche
Inhaltsfeld Mensch und Welt

◘ Die Schüler können christliche Wertvorstellungen, die ihnen durch biblische Geschichten und Glaubenszeugnisse bekannt gemacht wurden, beschreiben und kommunizieren. Die Schüler können daraus exemplarisch Formen verantwortlichen Handelns überlegen, absprechen und einüben

◘) Abraham: Vertrauen
Vertrauensspiele

Barmherziger Samariter:
Aus Barmherzigkeit
Hilfe leisten

Erntedank: Dankbarkeit
als Dankbarkeit aus-drücken

 

◘ Luther: Gerechtigkeit aus Gnade, nicht aus Werken
als Geduld mit anderen und mir selbst

Schöpfung als anvertrautes Gut: Verantwortung

Als Verantwortungsvolles Handeln einüben

Mensch als Gottes Ebenbild: Würde des Menschen
aus Respekt gegenüber allen Menschen

Das höchste Gebot:
Liebe aus Nächstenliebe

Über die eigene Religion und andere Religionen sprechen und Mitmenschen in Toleranz und Respekt begegnen

(Inhaltsfeld Kirche- Religionen)

◘ Die Schüler können eigene und fremde Religion/en beschreiben.
Die Schüler können formulieren und beschreiben, wie und worin Respekt und Toleranz sich ausdrücken und ein solches Verhalten einüben.

◘ Evangelischer und katholischer Glaube

Respekt und Toleranz im Umgang mit Anderen und beim Besuch von christlichen Gottes-häusern einüben

◘ Judentum
Islam

Respekt und Toleranz im Umgang mit Anderen und beim Besuch von jüdischen und muslimischen Gotteshäusern einüben

 

Ausdrücken und gestalten

Jahrgangstufe 1/2

Jahrgangstufe 3/4

Inhalte des Faches gestalterisch zum Ausdruck bringen, christliche Feste und Feiern im schulischen Leben mitgestalten

◘ Die Schüler können in vielfältiger Weise biblische Geschichten gestalten.

 

 

 

 

◘ Die Schüler können in Konzentrationsübungen zur Ruhe kommen.

 

◘ Die Schüler können für die Feste St. Martin, Nikolaus und Weihnachten Abläufe und Präsentationsformen entwickeln

 

 

◘ Die Kinder können Lieder bezogen auf die Inhaltsfelder singen

◘ Anhand von Legematerialien Legebilder gestalten:
Barmherziger Samariter Zachäus, Bartimäus
◘ Darstellung auch über Rollenspiel
◘ Symbole zeichnerisch oder  akustisch darstellen: z.B. Weg, Wasser, Licht

◘ Ritualisierte Anfangs-
 und Schlussrunden

 

◘ St. Martinsumzug mit Laternenliedern und Legende
◘ Krippenspiel o.ä. Programm mit Weihnachtsliedern und anderen musikalischen Darbietungen

◘ Liedauswahl

◘ Mit Hilfe von Erzählfiguren Geschichten nachstellen:
Mose, Saul, David, Salomo
◘ Kleines Biotop gestalten: die Schöpfung
◘ Psalmen in Körpersprache umsetzen: Psalm 1, Psalm 23

◘ Ritualisierte Anfangs- und Schlussrunden

 

◘ St. Martinsumzug mit Laternenliedern und Legende
◘ Krippenspiel o.ä. Programm mit Weihnachtsliedern und anderen musikalischen Darbietungen

◘ Liedauswahl

Handeln und teilhaben

Jahrgangstufe 1/2

Jahrgangstufe 3/4

Im Umgang mit der Schöpfung und den Mitmenschen verantwortungsvoll handeln

◘ Die Schüler können sich mit der eigenen Lebenswirklichkeit, deren Möglichkeiten und Grenzen auseinandersetzen.

 

◘ Die Schüler sollen lernen, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen

◘  Schöpfungsgeschichte
◘ Brot gibt Leben –
gemeinsames Essen verbindet Menschen
◘ Was gehört mir, was gehört uns?

◘ 10 Gebote
◘ die Umwelt kritisch „unter die Lupe“ nehmen

 

◘ Christen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen, Elisabeth von Thüringen

Möglichkeiten der Teilhabe an kirchlichen und gesellschaftlichen Handlungs-feldern beschreiben und erproben

◘ Die Schüler können Menschen verschiedener Religionen in den Blick nehmen

◘ Führung und Fragestunde.
Besuch einer evangelischen und einer katholischen Kirche
Wichtige Elemente des christlichen Glaubens:
Kreuz, Bibel, Jesus

◘ Führung und Fragestunde:
Besuch einer Synagoge
Wichtige Elemente jüdischen Glaubens: Thora, Schabbat usw.
Besuch einer Moschee
Wichtige Elemente des muslimischen Glaubens:
Koran, Mohammed, Moschee

c) Der Religionsunterricht im Rahmen der Europaschule
Angesichts von vielen Religionsgemeinschaften und Vielfalt der ethnischen, kulturellen und sprachlichen Herkunft der Schülerinnen und Schüler soll der Religionsunterricht ein gemeinsamer Lernort für alle Kinder sein. Wir möchten dazu beitragen, dass sie Erfahrungen sammeln und erweitern, die sie in ihrer Werthaltung und Einstellung bezüglich ihrer Um- und Mitwelt sowie zu sich selbst prägen.
Die biblischen Geschichten bieten Chancen zum interkulturellen Lernen. Durch das Aufzeigen von Erfahrungen und Geschichten aus der jüdisch-christlichen Tradition, der Beschäftigung mit der biblischen Überlieferung, der Nächsten- und Fremdenliebe, der Toleranz sowie der christlichen Ethik möchten wir zum sozialen bzw. interkulturellen Lernen beitragen. Zudem kann der Religionsunterricht, der auf das gelingende Zusammenleben zielt, dazu beitragen, religiöse Toleranz und Respekt vor anderen zu lernen. Dadurch wird ein Beitrag zu friedlichem und verständnisbereitem Zusammenleben geleistet. Die SchülerInnen sollen lernen, auf Möglichkeiten und Grenzen in der Begegnung zu achten und mit Angehörigen aller Religionen respektvoll zu kommunizieren.
Wir beteiligen uns im Religionsunterricht an interkulturellen Lernprozessen, um zu einem respektvollen Umgang von Kindern mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund beizutragen.
Bei der Auswahl der Inhalte orientieren wir uns an dem Alter, den Interessen und Erfahrungen der Kinder bzw. jeweiligen Lerngruppe. Fakultative Themen können dabei sein:

Dabei streben wir nach Möglichkeit eine Öffnung unseres Unterrichts an, durch:
- fächerübergreifenden Unterricht,
- Zusammenarbeit zwischen Kollegen,
- Einbeziehung von Eltern und „Experten“ (z.B. Eltern jüdischer, orthodoxer oder islamischer Kinder in den Unterricht einladen und von ihrem Glauben berichten lassen)
- Aufsuchen unterschiedlicher Lernorte (z.B. Synagoge, jüdischer Friedhof, Moschee).

(Juli 2010, Dtz, Gr; Be/
September 2012)

 

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