Bericht
zur Inspektion der
Berkersheimer Grundschule
Grundschule
in Frankfurt a. M.
Schulbesuch: vom 06. bis 07.12.2011
Schulnummer:          3166
Inspektionsteam: Helen Conrad-Kehr, Joachim Knab

2. Ergebnisse der Schulinspektion

2.1 Zentrale Ergebnisse mit Bezug zur ersten Schulinspektion

Im Folgenden werden zentrale Ergebnisse der zweiten Inspektion dargestellt und in Beziehung zu den im ersten Inspektionsbericht benannten „Zentralen Stärken und Schwächen“ bzw. „Stärken und Entwicklungsbedarfen“ gesetzt. Dabei werden nur diejenigen Stärken und Schwächen des ersten Berichtes aufgenommen, zu denen sich – ausgehend von den Ergebnissen der zweiten Inspektion – ein Bezug herstellen lässt.

Schulentwicklungsarbeit erfolgt nach wie vor sehr intensiv und zielorientiert mit der ganzen Schulgemeinde. In die perspektivische Ausrichtung der Schulentwicklung ist das Schulprogramm als Steuerungsinstrument kaum einbezogen.

Die Weiterentwicklung der Schule wird durch die Aufnahme in das Europaschulprogramm maßgeblich gefördert, dieser Prozess wird nachhaltig durch die Schulleitung unterstützt.

Die in vielen Bereichen deutlich etablierte Evaluationspraxis, wie schon im ersten Inspektionsbericht positiv hervorgehoben, wird bedingt systematisch ausgewertet und dokumentiert, um daraus gewonnene Erkenntnisse fokussierter zur Weiterentwicklung nutzen zu können.

Die Schulleitung sorgt für äußerst gelingende Organisationsstrukturen sowie eine sehr erfolgreiche Personalentwicklung und zeigt eine große Offenheit für Innovationen.

Die Lehrkräfte bilden sich nach wie vor sehr intensiv und orientiert am Profil und Schwerpunktsetzungen der Schule fort und engagieren sich sehr stark für die pädagogische Arbeit an der Schule.

In vielen Bereichen, besonders bezogen auf die Vermittlung überfachlicher Kompetenzen, sind schulische Konzepte entstanden bzw. curriculare Vereinbarungen getroffen, die bei Bedarf kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Vermittlung von überfachlichen Kompetenzen zeigt sich deutlich stärker ausgeprägt als zum Zeitpunkt der ersten Inspektion.

Eine gemeinsame und verbindliche Auseinandersetzung des Kollegiums mit der Gestaltung von Unterrichtsprozessen zur Sicherung eines vergleichbaren Bildungsangebotes ist entwicklungsfähig, dies ist in Teilen auch im ersten Inspektionsbericht benannt. Diese Aussage bezieht sich – insbesondere auch vor dem Hintergrund von

Kompetenzorientierung – auf die Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in ihre eigene Lernentwicklung durch:

- die Offenlegung von anzustrebenden Fähigkeiten und Fertigkeiten (Kompetenzen)
- die systematische Anleitung zu Reflexionen von Lernentwicklungsprozessen
- die deutlichere Schaffung individueller Lernzugänge
- die stärkere Förderung selbstständigen Lernens

Als Grundlage zur individuellen Förderung sowie der begleitenden Förderplanarbeit wird die Ermittlung der Lernausgangslage von Schülerinnen und Schülern durch standardisierte Diagnoseverfahren kaum fokussiert.

Wie schon im ersten Schulinspektionsbericht sehr positiv hervorgehoben, ermöglicht die Schule ihren Schülerinnen und Schülern zahlreiche zusätzliche Bildungsangebote – ganz besonders im Rahmen des Europaschulprogramms.
Eine sehr klare Strukturierung von Unterrichtsprozessen und die sehr überzeugende Nutzung von Regeln und Ritualen gibt den Schülerinnen und Schülern Sicherheit und Orientierung in ihrem Unterricht und prägt sehr positiv das Lern- und Arbeitsklima.

Die Schülerinnen und Schüler werden vorbildlich und altersangemessen in die Gestaltung ihrer Schule durch entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten einbezogen, dabei wird die Verantwortungsübernahme der Schülerinnen und Schüler für selbst initiierte Veränderungen ganz besonders gefördert. Dies hat sich gegenüber den Ergebnissen der ersten Schulinspektion zu einer großen Stärke der Schule entwickelt.

Alle Gruppen der Schulgemeinde tragen durch ihr persönliches Engagement zu einem positiven Schulklima und aktiven Schulleben bei, welches nach wie vor von sehr viel Wertschätzung und Empathie geprägt ist. Hierbei kommt, wie schon zur ersten Inspektion als Stärke benannt, die Aktivität der Elternschaft sehr zum Tragen.


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