2.3.9.   Sport/Schwimmen

Sportkonzept
1. Strukturelle und räumliche Voraussetzungen
An der Berkersheimer Schule werden in der Woche drei Sportstunden erteilt. In den Jahrgängen 1, 2 und 4 gestalten diese sich in einer Doppelstunde, die in der Sporthalle des TV Harheims bzw. der Bezirkssportanlage Harheim gehalten wird, und einer Bewegungsstunde, die auf dem Schulhof, auf dem Spielplatz, am Niddaufer, im Klassenraum und/oder in Berkersheim aktiv und bewegungsintensiv gestaltet werden kann. Im 3. Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler drei Stunden Schwimmunterricht (je nach Belegungsplan des Sportamts Frankfurt im Riedbad oder in der Titus Therme).
Die Sportstätten werden mit einem Schulbus erreicht.

2. Allgemeine Kompetenzen
Das Schulfach Sport leistet einen bedeutenden Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Grundschule. Sportunterricht ist in optimaler Weise dafür geeignet, neben der Erziehung zum Sport im Sinne sportlicher Qualifizierung und Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur auch die Erziehung durch Sport zu erreichen. Überfachliche Kompetenzen (personale Kompetenz, Sozialkompetenz, Lernkompetenz und Sprachkompetenz) finden sich genauso wie fachspezifische Kompetenzen (Bewegungskompetenz, Urteils- und Entscheidungskompetenz, Teamkompetenz) in verschiedenen Lernfeldern und werden gefordert und gefördert.
Der Sportunterricht an der Berkersheimer Schule orientiert sich an den Bewegungserfahrungen der Schülerinnen und Schüler und ermöglicht ihnen bekannte, aber auch neue Körpererfahrungen. Zielgerichtetes Üben und Spielen wechselt sich mit freiem Experimentieren und ganzheitlichem Erleben allein und in der Gruppe ab.
Die Kinder eignen sich ein reiches Bewegungsrepertoire an und entdecken neben sportlicher Vielfalt auch entsprechende Organisations-, Arbeits- und Sozialformen. Sie sind in der Lage, eigenständig, aber auch mit Partner und in der Gruppe zu agieren, sich in Teams zu organisieren und gemäß unterschiedlichen Spielregeln zu handeln.
Bewegung geht aber weit über den Sportunterricht hinaus. Vielmehr praktizieren wir bewegtes Lernen und achten auf

Im Sportunterricht werden sieben verschiedene Inhaltsfelder angeboten:

Die Inhaltsfelder stehen in Bezug zu sechs Leitideen:

In den ersten beiden Jahrgangsstufen entwickeln sich grobe Bewegungskompetenzen. Schwerpunkt liegt dabei auf dem spielerischen Umgang mit verschiedenen Spiel- und Sportgeräten und Materialien. Das Kennenlernen unterschiedlicher Sozialformen, Rücksicht auf sich und andere nehmen, ein Gespür für Gefahren und Risiken entwickeln und Hilfen geben und annehmen stehen im Mittelpunkt der Bewegungsstunden. Somit sammeln die Schülerinnen und Schüler vielfältige Erfahrungen und können in den darauffolgenden Schuljahren auf ihr Können aufbauen.
3. Bildungsstandards
Die Inhaltfelder verknüpft mit den Leitideen liefern die Grundlage für die formulierten Bildungsstandards, die die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit erfüllen sollen (vgl. HKM Bildungsstandards und Lernfelder – Das neue Kerncurriculum für Hessen – Sport, 2010):

Kompetenzbereich

Bildungsstandard

Bewegungskompetenz

Die Lernenden können

  • Grundformen der Bewegungen anforderungsbezogen ausführen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten verbessern
  • sportliche Handlungssituationen koordinativ und konditionell anforderungsgemäß bewältigen
  • Bewegungen kreativ, rhythmisch und spielerisch gestalten und präsentieren
  • Bewegung anforderungsbezogen steuern und variieren
  • in sportlichen Handlungssituationen – auch wettkampfbezogen – anforderungsgemäß reagieren
  • grundlegende Möglichkeiten der Fortbewegung, des Richtungswechselns, des Beschleunigens und Anhaltens in

situationsspezifischen Anforderungen anwenden

  • Rhythmen in Bewegung umsetzen
  • mit- und gegeneinander spielen
  • kontrolliert fallen und landen.

Urteils- und Entscheidungskompetenz

Die Lernenden können

  • Bewegungs- und Körpererfahrungen situationsbezogen reflektieren
  • Bewegungsverläufe unter Verwendung elementarer Fachbegriffe beschreiben
  • Bewegungsausführungen nach vereinbarten Kriterien beurteilen
  • Zusammenhänge zwischen Bewegung, Gesundheit und Ernährung an geeigneten Beispielen beschreiben
  • sich im handelnden Umgang mit Bewegung Ziele setzen und deren Erreichen überprüfen
  • sportliche Spiel- und Bewegungsanforderungen planen und durchführen
  • Ressourcen und Bewegungsräume, insbesondere die Natur, erkunden und verantwortungsbewusst nutzen
  • Risiken benennen, Gefahren vermeiden, Wagnisse kontrolliert eingehen, verantwortungsbewusst sichern und helfen
  • das eigene Bewegungsvermögen realistisch einschätzen und situationsbezogen handeln
  • Vereinbarungen zur Affektbeherrschung und

-kanalisierung benennen und situationsbezogen einsetzen.

Teamkompetenz

Die Lernenden können

  • Regeln und Vorschriften benennen, einhalten, aufstellen und variieren
  • verschiedene Rollen einnehmen, ausfüllen und akzeptieren
  • sich fair verhalten, auch bei Erfolgserlebnissen u. Niederlagen
  • unter Anleitung Konflikte konstruktiv lösen
  • situationsbedingt kooperieren
  • Interessens- u.  Leistungsunterschiede berücksichtigen.

Schwimmkonzept Klasse 3
„Schwimmen, Spielen und Sich-Bewegen im Wasser sind für viele Kinder auch schon im Grundschulalter eine der liebsten sportlichen Freizeitbeschäftigungen. Außerdem hat die Bewegung im Wasser einen hohen gesundheitsfördernden Wert“ (Rahmenplan 1995, S. 236)
In der 3. Klasse erhalten die Kinder der Berkersheimer Schule Schwimmunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene. Dazu fahren wir mit dem Bus in das Riedbad nach Bergen-Enkheim.
Manche Kinder machen hier ihre ersten Schwimmversuche und erlernen die Grundlagen, um später sichere Schwimmer zu werden. Die Wasserangst zu überwinden, im Wasser gleiten und tauchen, Spiele und Kunststücke im Wasser auszuführen sind Eckpunkte einer hohen Motivation. Andere Kinder verfügen jedoch bereits über Schwimmabzeichen und verbessern Schwimmbewegungen und Atemtechnik für die einzelnen Schwimmarten. Aufgrund der heterogenen Lernvoraussetzungen ist es sinnvoll, differenziert vorzugehen und verschiedene Schwimmgruppen nach Lernniveaus zu bilden.
„Grundlage für das Erlernen einer Schwimmart und zur Orientierung im Wasser ist die Wassergewöhnung. Diese umfasst vielfältige spielerische Erfahrungsmöglichkeiten im und unter Wasser. Die Lernenden setzen sich mit dem Bewegungsablauf einer Schwimmart auch unter bewegungsökonomischen Gesichtspunkten auseinander. Kenntnisse über Baderegeln, Hygienevorschriften und die Bestimmungen des Bades gewährleisten die Sicherheit.“ (Bildungsstandards Fach Sport  S. 15)
Ziele:

  1. Freude am Element Wasser wecken und erhalten durch ein motivierendes Lernklima
  2. Sicherheit im Wasser fördern und Ängste abbauen
  3. Hinführung zu einer ökonomischen Fortbewegung im Wasser
  4. Kenntnis der wichtigsten Baderegeln
  5. Deutsches Schwimmabzeichen in Bronze erreichen

Umsetzung:

  1. Stufe: Wassergewöhnung
  2. Stufe: Wasserbewältigung
  3. Stufe: Erlernen von Schwimmstilen
  4. Stufe: Vielseitigkeit fördern

Kompetenzvermittlung:
Die Lernenden können


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